Rote Beete – heimisches nachhaltiges Superfood

Vollgepackt mit lebenswichtigen Nährstoffen sind Superfoods der absolute Trend, was unsere Küchen gleichermaßen um eine Menge Exotik bereichert. Doch auch unter den heimischen Gemüsesorten finden sich wahre Multitalente. Als regionales Kraftpaket wiederentdeckt wird derzeit die Rote Beete. Die erdige Knolle kann nämlich nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig.

Wintergemüse mit hohem Nährstoffgehalt

Trotz dem sie immer noch ein Hauch von „Oma-Gemüse“ begleitet, ist die Rote Beete bei ernährungsbewussten Foodies längst wieder in den Top Ten. Sie ist auch bekannt als Runkelrübe, Rote Rübe, Rohne, Rana oder Salatrübe und stammt aus der Familie der Rübengewächse. Verwandt ist sie mit der Zuckerrübe und Mangold, jedoch nicht damit zu verwechseln. Ihre tiefrote Farbe, der aromatische Geschmack und der hohe Nährstoffgehalt sind signifikant. Zwar gibt es auch hell rosafarbene, gelbe und sogar weiße „Rote“ Beete, die roten Exemplare zählen jedoch zu den gesündesten.

Für ihr Wachstum erheben die Pflanzen nur geringe Ansprüche an Boden und Lichtverhältnisse; galten früher als reines Wintergemüse, sind aber aufgrund moderner Lagerungsmöglichkeiten heute ganzjährig verfügbar. Und wer die Rübe, wie früher, nur als essigsauer eingelegt kennt und eventuell nicht (mehr) mag, dem wird dringlichst empfohlen, der frischen Knolle im Ofen oder auf dem Grill gegart nochmal eine Chance zu geben.

Heilsame Knolle aus der Heimat

Ein hohes Maß an Mineralstoffen und Vitaminen sowie ihre nachhaltige Verfügbarkeit machen die Rote Beete zum kulinarischen Multitalent. Besonders erwähnenswert sind die Vitamine der B-Gruppe und der Eisengehalt. Beide tragen neben vielen anderen positiven Effekten auch zur Blutbildung bei. Zwar wird pflanzliches Eisen schwerer vom Körper aufgenommen als tierisches, aber die tolle Knolle liefert auch gleich noch wertvolles Vitamin C, welches die Verwertung von Eisen erleichtert. Zudem ist Rote Beete reich an Calcium, Eisen, Jod, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Veganern wird der regelmäßige Verzehr von Roter Beete aufgrund ihres Anteils an pflanzlichem Eiweiß empfohlen. Generell gilt ihr Nährstoffkomplex als entgiftend, blutdrucksenkend und verdauungsfördernd.

Rot, röter, stimmungsaufhellend

Das intensive Rot der Roten Beete ist naturwissenschaftlich als Betanin bekannt. Extrahiert wird der Naturfarbstoff gerne zum Färben von Lebensmitteln oder Kosmetik verwendet. Das Betanin begeistert aber nicht nur rein optisch, es wirkt auch von innen stimmungsaufhellend. Ebenfalls bekannt als Trimethylglycin (TMG), hebt es die Laune, indem die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin angeregt wird. Viele Sportler haben Rote-Bete-Saft oder auch reines Betanin auf ihrem täglichen Ernährungsplan stehen. Als natürliches Doping soll es vor allem die Ausdauer verbessern und den Aufbau von Muskeln unterstützen.

Nachhaltiges Powergemüse

Regionales Gemüse schont die Umwelt. Rote Beete ist im Anbau relativ anspruchslos und zählt nicht zu den „Starkzehrern“ unserer landwirtschaftlichen Böden. Die Haupterntezeit ist Oktober. Aufgrund ihrer guten Lagerbarkeit wird die Wurzelknolle beinahe das ganze Jahr aus heimischem Anbau und mit all ihren wertvollen Inhaltsstoffen angeboten. Da die Rüben auch bei uns beheimatet sind, entfallen lange Transportwege und übermäßiger Wasserverbrauch wie beispielsweise für nicht-saisonales Gemüse aus trockenen Gegenden.

Wer die Knolle liebt, sollte auch mal die Blätter probieren. Ebenfalls mit reichlich Nährstoffen ausgestattet, lassen sie sich wie Mangold zubereiten und sind ein außergewöhnlich kulinarischer Genuss. Vor allem aber zu schade für den Abfall.

Regionale Produkte enthalten meist genau die Nährstoffe, die der Körper gerade braucht und sind aufgrund ihrer Frische und Reife auch noch in vollem Umfang enthalten. Dafür spart Rote Beete als saisonales Gemüse auch noch Geld, denn sie ist im Vergleich mit ihrer exotischen Superfood Konkurrenz relativ günstig und das, obwohl sie von Ernährungsexperten häufig als eines der gesündesten Gemüsesorten überhaupt eingestuft wird.

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