NaturVision Filmfestival ONLINE – Inspiration zum Umdenken

Das NaturVision Filmfestival ONLINE – erstmalig als virtuelles Festivalgelände mit Kino, Zukunftsmarkt und coolen Specials. Brandaktuelle Dokus zu Umweltthemen, die unter den Nägeln brennen, entspanntes Wildlife-Kino und jede Menge Filme über Menschen, die ihren Lebensstil ändern und für eine nachhaltige Zukunft kämpfen.

Für alle die noch mehr wollen gibt es außerdem Interviews mit den Filmemacher*innen, einen Online Science Slam und eine Veranstaltung, die aktueller nicht sein könnte: „Corona – Chance zum Umdenken? Stimmen und Impulse für eine Post-Wachstumsgesellschaft“.

Das Online-Festival findet vom 16. – 23. Juli statt. Mit dem Festivalpass können alle Filme gestreamt werden. Hier stellen wir euch einige Filmtipps vor:

Be wild – die Normalität ist radikal

Was ist „climate justice” und wer muss jetzt eigentlich was gegen die Klimakatastrophe unternehmen? Wie wollen wir mit unserer Umwelt zukünftig umgehen und wie weit müssen wir dafür aus unserer Komfortzone ausbrechen? Hier kommen junge Menschen zu Wort, für die es selbstverständlich ist, sich gegen die Klima-Ohnmacht zu wehren, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Ein emotionaler Einblick in ihre Beweggründe und viele Anregungen selbst aktiv(er) zu werden. Sympathisch offen, kurzweilig und noch dazu klimaneutral produziert!

Aus Liebe zum Überleben

In dem Film begibt sich Regisseur Bertram Verhaag auf eine Reise zu acht mutigen und besonderen Menschen, die sich abgewendet haben von Konventionen, von Agrargiften und von unmenschlichen Arbeitsweisen. Dieser Film braucht keinen Sprecherkommentar. Die acht Protagonisten, die uns die Geschichte ihres Umdenkens hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft erzählen, sprechen für sich. Sie berühren die Zuschauer*innen, weil sie Verantwortung übernehmen, mit der Natur leben und auf ihr Herz hören. Ein Film über gelebte Visionen und die Ehrfurcht vor der Natur.

66 Meter

Nahe Zukunft: Das Wasser kommt. Denn das Eis an den Polkappen schmilzt. In der Antarktis und Grönland liegt tiefgefroren ein schlafender Riese, der zu erwachen scheint und ganze Landstriche gefährdet. Doch spielen hier noch viele anderer – teils unerforschte – Faktoren eine Rolle. Die Dokumentation geht dem nach, erklärt die Hintergründe und das Zusammenwirken unterschiedlichster Faktoren auch für Laien verständlich. Unbedingt sehenswert – auch wenn die Prognose düster ist.

Anders Essen: Das Experiment

Für diesen Film wurde ein Acker mit genau jenen Getreiden, Gemüsen, Früchten, Ölsaaten und Gräsern bepflanzt, die der Fläche entsprechen, die wir pro Person durchschnittlich sowohl im Inland und als auch im Ausland für unsere Ernährung verbrauchen Das Ergebnis: Würden sich alle Menschen so ernähren, bräuchten wir eine zweite Erde. Lässt sich daran etwas ändern? Drei Familien im Selbstversuch: Sie beginnen regional einzukaufen und entdecken das Kochen neu. Und es zeigt sich: Anders essen verändert tatsächlich unseren Landverbrauch und die CO2-Last. Ein Film, der Mut macht!

Hambi – Der Kampf um den Hambacher Wald

Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den unbeugsamen Umweltaktivist* innen, die den letzten Rest des Hambacher Waldes retten wollen. Die Räumung der Baumhäuser im Herbst 2018 wird zu einem der größten Polizeieinsätze Nordrhein-Westfalens. Als ein junger Journalist während der Räumungsarbeiten in den Tod stürzt, wird der Einsatz von beiden Seiten radikaler, die Menschen noch entschlossener. Lukas Reiter dokumentiert die Ereignisse im Stil des Direct Cinema. Der Film liefert poetisch-unideologische Innenansichten dieses global beachteten Fanals im Kampf gegen den Klimawandel.

Die Tränen der Olive

Auf der Podere Usignolo, in der Toskana, wird ein besonderes Olivenöl hergestellt. Die Oliven werden gemeinsam mit engagierten Helfer*innen per Hand gepflückt und sorgsam verarbeitet. Diesem kurzen Film gelingt es, die mythische Dimension des Olivenöls und seine kulturelle Bedeutung poetisch zu erzählen und gleichzeitig sachlich zu informieren. „Es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an“: dies ist eine wichtige Botschaft des Films. Und vor allem ist „Die Tränen der Olive“ eine wunderschöne filmische Meditation über ein persönliches Glück, das sich im respektvollen Umgang mit der Natur spiegelt.

Der Bär in mir

Am äußersten Ende Alaskas erfüllt sich für den Filmemacher Roman Droux ein Traum. Zusammen mit dem bekannten Bärenforscher David Bittner taucht er in das Universum der wilden Grizzlies ein. Fern ab menschlicher Zivilisation begegnen sie dem Bären auf Riechdistanz, erleben hautnah den Überlebenskampf einer Bärenfamilie und werden Zeugen dramatischer Kampfszenen. Ein Wildnisabenteuer mit atemberaubenden Wildlife-Bildern – aber auch ein Film der nachdenklich macht und dazu anregt, das Verhältnis von Mensch und Tier kritisch zu reflektieren.

Alle Informationen zum Filmfestival findet ihr unter natur-vision.de.

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