Meine Stadt ist Fair-Trade-Town

Die Stadt Kamen ist nun eine Fair-Trade-Town, lese ich in der Tages-Presse. Super. Fair gehandelten Kaffee kenne ich, doch was mag „Fair-Trade Stadt“ bedeuten?

©Transfair e.V.

Die Organisation Fairtrade setzt sich seit Jahrzehnten für bessere Preise und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für die Arbeiter auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern ein. Eine Fair-Trade-Town muss nachweisen, dass sie sich aktiv für den fairen Handeln einsetzt. Das geschieht zum einem durch die Nutzung fairer Produkte zum Beispiel Kaffee und Tee in städtischen Einrichtung, aber auch durch Informationsveranstaltungen, damit die Bürger über Fairtrade aufgeklärt werden. Um die Auszeichnung Fair-Trade-Town zu erhalten, müssen sich die Städte regelrecht bewerben und unterliegen einem Prüfverfahren. Ein höchst offizieller Akt.

In der 43.000 Einwohner-Stadt Kamen wurden 19 Händler und acht Gastronomen gezählt, die sich aktiv für den fairen Handel einsetzen. Es wurden Ausstellungen und Workshops organisiert, Veranstaltungen wurden mit „fairen“ Infoständen bestückt, Kitas und Schulen informiert und animiert. „Eine tolle Aktion war die faire Kochshow“, erzählt Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale und Mitglied der gegründeten Fairtrade-Gruppe in Kamen. Hendrik Meisel, ein erfahrener Showkoch und Referent für Politische Bildung, reist mit seiner fairen Kochshow durch das Land und berichtet unter anderem von seinen Reisen in Entwicklungsländern.

www.fairtrade-kochshow.de

Bei Live-Cooking mit Probiergarantie und kleinen informativen Filmen über Fairtrade-Kooperationen in Afrika oder Lateinamerika wurden die Teilnehmer kurzweilig und unterhaltsam mit der Fairtrade-Philosophie konfrontiert. Aufmerksam und achtsam werden, ist Ziel solcher Kampagnen. Und natürlich auch danach handeln. Also beim nächsten Einkauf mal auf das Fairtrade-Siegel achten.

Für Kamen gehen die Bemühungen um ihren Status als Fair-Trade-Town weiter, denn die Auszeichnung erhält man nur für zwei Jahre. Fairtrade hilft mit einem Ideenpool und zahlreichen Kampagnen, nachhaltig fair zu bleiben.

©Transfair e.V. / Miriam Ersch
Beim Einkauf auf das Fairtrade-Siegel achten!

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