Einkaufen und dabei die Umwelt schützen? Geht!

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher sind sich bewusst: Umweltschutz beginnt im Einkaufskorb. Der Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsum und den Folgen für die Umwelt ist den meisten bekannt. Nachhaltig einkaufen lautet deshalb die Devise. Um sicherzugehen, dass ökologisch unbedenkliche Produkte im Einkaufskorb landen, achten die Konsumentinnen und Konsumenten auf Gütesiegel, wie beispielsweise das Bayerische Bio-Siegel und sind dafür auch bereit einen höheren Preis zu bezahlen. Denn hochwertige Bio-Qualität mit nachvollziehbarer Herkunft wird so garantiert. Doch welcher Mehrwert für Mensch und Natur verbirgt sich ganz konkret dahinter?

Bayerisches Bio-Siegel / ©alp Bayern

Im Rahmen einer Studie des Lehrstuhls für Marketing und Konsumforschung der TU München wurden über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefragt, ob sie für Produkte mit dem Bayerischen Bio-Siegel, die „bio“ und „regional“ garantieren, einen höheren Preis bezahlen würden. Das Ergebnis: Ja, würden Sie. Und Frauen sind eher bereit mehr zu bezahlen als Männer. Personen bis 49 Jahre haben im Vergleich zu 50- bis 64-Jährigen sogar eine doppelt so hohe Zahlungsbereitschaft für Produkte, bei denen eine umweltschonende Erzeugung an erster Stelle steht. Zwei Beispiele:

Klimaschutz durch kurze Transportwege

Trägt ein Produkt das weiß-blaue Bayerische Bio-Siegel können Kundinnen und Kunden gewiss sein, dass alle Produktrohstoffe aus Bayern kommen und darüber hinaus auch alle Produktionsschritte in Bayern erfolgt sind. Ein Beispielbetrieb ist der Bio-Hof Chiemgaukorn, den Julia Reimann und ihr Mann Stefan Schmutz seit 2005 nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus bewirtschaften. All ihre Getreideprodukte, wie ganze Körner, unterschiedlich fein gemahlene Mehle, Grieß oder der „Bayerische Reis“ sind in Bayern gewachsen und wurden auf dem Hof besonders schonend verarbeitet. Kurze Transportwege und somit aktiver Klimaschutz sind hier also garantiert. Und ein weiterer Pluspunkt, für den das Bayerische Bio-Siegel steht: Durch die regionale Wertschöpfung wird zusätzlich die ansässige ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft unterstützt.

Mehr Artenschutz durch Öko-Landbau

Damit Produkte das Bayerische Bio-Siegel tragen dürfen, müssen strenge Qualitätsstandards erfüllt werden. Diese orientieren sich in den wesentlichen Punkten an den Richtlinien der Öko-Anbauverbände Biokreis, Bioland, Demeter und Naturland. Die Richtlinien sorgen für gesunde, fruchtbare Böden, welche wiederum Voraussetzung für Artenvielfalt eines Bio-Ackers sind. Auf dem Bio-Hof Chiemgaukorn freuen sich viele blütenbesuchende Insekten an Feldern im Mischfruchtanbau und Reh, Feldhase und Dachs gehen in den oft hoch wachsenden (Ur-)Getreidebeständen ein und aus. Die bedrohte Feldlerche findet ihren Platz zum Brüten in den lichten Beständen, wie sie Emmer und Einkorn bieten. Wo es geht wachsen zur gleichen Zeit mehrere Kulturarten gemeinsam auf dem Feld. Dieses der Natur abgeschaute System bewirkt, dass Platz, Nährstoffe und Wasser ideal genutzt werden. Gleichzeitig stärken sich die Pflanzen gegenseitig und schützen einander vor Krankheiten und Schädlingen.

Das ist nur eines von einer Vielzahl von Beispielen, die zeigen: Einkaufen und dabei gleichzeitig die Umwelt schützen – geht!

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