5 natürliche Peelings ohne Mikroplastik

Gut gepeelt ist gut gepflegt. Vor allem, wenn die Abreibung keine synthetischen Zusätze, Konservierungsstoffe oder Mikroplastik enthält und darüber hinaus noch vegan und einfach herzustellen ist. Wer Gesicht und Körper regelmäßig mit eine Peelingpaste oder -creme verwöhnt, erreicht eine tiefgehende Wirkung: Die Haut wird nicht nur sanft „abgeschuppt“, gereinigt und vitalisiert, es werden darüber hinaus Stoffwechselprozesse angeregt, wie etwa die hauteigene Produktion von Collagen und Elastin. Die folgenden natürlichen Peelings kannst du einfach selbst herstellen:

1. Brauner Zucker mit Kokosöl

Ein Sugar Scrub ist fix angerührt und eignet sich aufgrund seiner milden Eigenschaften besonders für die sensible Gesichtspartie. Du brauchst 100 ml Kokosöl und 50 g braunen Bio-Zucker. Mische die Zutaten, massiere sie mit kreisenden Bewegungen in die Haut ein, anschließend gut mit warmem Wasser abspülen. Du kannst auch einen Peeling-Handschuh benutzen. Noch cremiger wird die Masse, wenn du 20 g Honig hinzugibst. Dieser spendet der Haut zusätzliche Feuchtigkeit. Natürlich eignet sich das Rezept auch für eine Ganzkörperanwendung und insbesondere die empfindlichen Hautpartien. Sie strahlen nach der Abreibung wieder frisch und rosig.

2. Salz mit Sonnenblumenöl

Ein Peeling mit Salz ist besonders für Füße, Ellenbogen und Fersen geeignet, also für Körperstellen, an denen die Haut etwas dicker ist. Sowohl grobes Meersalz als auch feines Kochsalz eignen sich zur Herstellung der Masse. Vermische 100 ml Sonnenblumenöl mit 100 g Meersalz und füge anschließend ein paar Tropfen eines ätherischen Öls zur Aromatisierung hinzu (Zitrone oder Lavendel). Das Peeling sogleich sorgfältig und sanft in die Haut einarbeiten. An Stellen mit Hornhaut kannst du ruhig etwas kräftiger rubbeln. Anschließend die Haut gut abspülen und behutsam trocken tupfen. Achtung: Taste dich langsam vor, denn Salzkristalle haben einen sehr starken mechanischen Peelingeffekt. Sehr empfindliche Hautstellen bitte aussparen.

3. Aprikosenkernmehl und Wasser

Ein sehr feines Schleifmittel und ein Stabilisator für die Haut sind Kernmehle, also etwa Aprikosenkernmehl oder Traubenkernmehl. Mit Wasser vermischt, eignet sich ein Kernmehlpeeling besonders für fettende Haut problematische Gesichtsstellen, wie Nase, Kinn oder Stirn. Auch zerriebene Mandeln, Sesam oder gemahlene Traubenkerne tun als körnende Masse ihr Werk und „schleifen“ die Haut auf schonende Art. Sie enthalten überdies Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium oder Provitamin A. Die Mehle gibt’s zum Beispiel in der Apotheke oder im Reformhaus zu kaufen. Für unser Rezept verrührst du das Aprikosenkernmehl mit Wasser zu gleichen Teilen und verteilst die Paste gleichmäßig auf der Haut.

4. Tonerde und Öl

Diese Form der Schönheitsanwendung existiert schon sehr lange. Es gibt verschiedene Sorten von Tonerden wie Heilerden, Mineral- und Lavaerden. Ihnen allen ist gemein, dass sie aus der Tiefe der Erde stammen und reich an Mineralien wie Magnesium, Eisen oder Kalzium sind. Die feine Körnung und die Reinheit machen dieses Naturprodukt zu einer für die Haut besonders schonenden Variante, ideal für die Anwendung im Gesicht. Tonerden haben die Eigenschaft, Fette und Flüssigkeiten wie ein Schwamm aufzunehmen, eigenen sich somit mit Wasser zur Anwendung auf stark fettender Haut. Ein Tonerde-Peeling ist als fertiges Produkt oder als Pulver erhältlich, welches du im Verhältnis 2:1 mit Wasser vermischst und alternativ mit Öl anrühren kannst. Die aufgetragene Masse lässt du 10 bis 15 Minuten einwirken bevor du sie abspülst. Voilà.

5. Kaffeegranulat und Olivenöl

Eine echte Hausmacher-Variante für Gesicht und Körper, die sehr gut verträglich ist. Die kleinen Kaffeekörnchen reiben die Haut rosig und weich. Sie helfen gegen Pickel, Akne, Mitesser und Hautrötungen. Das enthaltene Koffein strafft und bekämpft sogar Schuppen und Haarausfall. Oft wird dem Kaffeemehl nachgesagt, in Form von Kaffeewickeln als wirksamer Cellulite-Killer zu taugen. Das enthaltene Koffein in seiner Eigenschaft als natürliches Antioxidant beseitigt hautschädigende freie Radikale, die auch zur schnelleren Hautalterung beitragen. Für das Rezept verrührst du 250 g Kaffeesatz oder frisch gemahlenes Bohnenpulver mit drei Esslöffeln Olivenöl (alternativ ist auch Wasser möglich). Mit kreisenden Bewegungen verteilst du anschließend die Masse auf den gewünschten Hautpartien.

Entdecke die Vielfalt der Peeling-Zutaten!

Je nach Hauttyp und Geschmack kannst du dich durch die verschiedenen Zutaten durchprobieren. Insbesondere bei der Auswahl des Öls gibt es viele Möglichkeiten. Achte nur darauf, dass du beim Hinzugeben von ätherischen Ölen Vorsicht walten lässt, um nicht eine übertriebende Aromenbombe zu zünden. Dies gilt vor allem bei ätherischem Eukalyptusöl. Ein paar Tropfen genügen schon, um einen angenehmen Dufteffekt zu erzielen.

  • Körnige Zutaten und ihre Eigenschaften
  • 1. Weißer Zucker: sehr körnig, peelt stark, pflegt weniger
  • 2. Brauner Zucker: feinkörniger als Rohzucker, enthält feuchte Melasse
  • 3. Roher Zucker: grobkörnig, für kräftige Peelings
  • 4. Salz (Meersalz): enthält grobe Kristalle, peelt stark
  • 5. Tonerde (Helerde, Mineralerde, Lavaerde, rote Tonerde): sehr feinkörnig, entfettend, reinigend
  • 6. Obstkernmehl: sehr feinkörnig, mineralstoffhaltig
  • 7. Kaffeegranulat (Kaffeesatz, frisch gemahlene Bohnen): wirkt gegen Pickel, Mitesser, Rötungen
  • Feuchtigkeitsspendende Zutaten

    Arganöl

    Avocadoöl

    Jojobaöl

    Kokosöl

    Macadamianussöl

    Mandelöl

    Olivenöl

    Sonnenblumenöl

    Traubenkernöl

  • Aromatisierende Zutaten

    Dies sind natürliche ätherische Öle:

    Eukalyptus

    Lavendel

    Orange

    Pfefferminze

    Rosenöl

    Sandelholz

    Vanille

    Zitrone

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