Schokolade ökologisch und sozial

Schleck, schleck, Schokolade. Von guter Qualität soll sie sein, den Schokofan begeistern. Schokolade muss außerdem ökologisch und sozial sein. Das heißt, sie darf keine Menschen benachteiligen. Vier Zielsetzungen, die so schnell dahingesagt sind, deren Umsetzung aber mit viel Aufwand und Engagement verbunden ist. Wie das geht, zeigt der westfälische Bio-Schokoladenhersteller VIVANI seit 20 Jahren. Alexander Kuhlmann von VIVANI erklärt, worin dieses Engagement besteht.

Welches sind die Anforderungen, die VIVANI an sich stellt?

Auf der einen Seite natürlich die bestmögliche Qualität unserer Schokoladen. Auf der anderen Seite die ökologische und soziale Verantwortung gegenüber denjenigen Ländern, aus denen die Hauptzutaten unserer Schokoladen stammen. Es darf nicht sein, dass gerade für ein Genussmittel und Konsumgut wie Schokolade am anderen Ende der Welt Mensch und Natur ausgebeutet werden. Daher steht für uns, neben dem hohen Anspruch an die Rezepturen, immer die ethische Sinnhaftigkeit an erster Stelle.

Wie stellt ihr sicher, dass es euren Produzenten gut geht?

Wir pflegen langjährige Beziehungen zu unseren Lieferanten und kaufen nicht nur dort, wo der Preis am günstigsten ist. Außerdem vereinbaren wir sichere Mindestabnahmemengen und Preise, die generell über dem immer wieder schwankenden Weltkakaopreis angesiedelt sind. Diese Langfristigkeit und Verbindlichkeit erlaubt es den Kakaokooperativen, besser in die Zukunft zu planen und auch mal sinnvolle Investitionen zu wagen, welche die eigene Produktivität auf ein nächstes Level bringen.

Was genau macht eure Produktion nachhaltig?

Wir kaufen ausschließlich hochwertige Rohstoffe, die sauber nach Bio-, UTZ- und auch Fairtrade-Standards zertifiziert sind. Gemeinsam mit den Lieferanten gehen wir den Weg der konsequenten Nachhaltigkeit. Neben dem Know-how des ökologischen Landbaus ohne chemische Hilfsmittel werden die Bauern regelmäßig darin geschult, Pflanzenkrankheiten zu erkennen und diese auf ökologische Weise zu behandeln. Gesunde Bäume bringen mehr Ertrag – und damit mehr Geld. Ein weiterer nachhaltiger Schwerpunkt ist die Produktion in der Schokoladenfabrik. Hier wird ausschließlich mit Ökostrom gearbeitet. Sämtliche CO2-Emissionen werden in einem Klimaschutzprojekt kompensiert. Auch im Bereich der Verpackungen setzen wir wichtige nachhaltige Standards.

Was kann eure Verpackung?

Das Problem „Verpackungsmüll“ beschäftigt uns schon sehr lange. Und so wollten wir für unsere Schokoladen Verpackungen, die sich gut in den Wertstoffkreislauf zurückführen lassen. Hier arbeiten wir mit einer ökologischen Verpackungsfolie, die sich kaum von Plastik unterscheiden lässt und einen ebenso hohen Produktschutz bietet. Sie ist auf Basis von Holzfasern gefertigt und lässt sich sogar binnen weniger Wochen kompostieren oder aber über den Plastikmüll thermisch verwerten. Bei den Pappschachteln und Papieren legen wir Wert darauf, dass das Material aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Außerdem bedrucken wir die Verpackungen schon seit Längerem ausschließlich mit Ökofarben.

Was zeichnet eure Schokoladen darüber hinaus besonders aus?

Obwohl wir auch Schokoriegel, Kuvertüren und Trinkschokoladen herstellen, ist der Schwerpunkt unseres Sortiments immer noch die klassische Schokoladentafel. Mittlerweile haben wir weit über 30 Sorten. Einzigartig machen uns mit Sicherheit die künstlerischen Designs, bei denen wir mit verschiedenen Künstler*innen zusammen arbeiten. Eine gute Schokolade sollte alle Sinne ansprechen – man muss sich schon auf den ersten Blick verlieben!

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