Geld sparen beim E-Auto oder Fahrrad vom Chef

Wenn du das Glück hast, dass dein Chef dir ein Dienstfahrrad oder ein E-Auto komplett finanziert, profitierst du seit Anfang des Jahres auch von einer Steuererleichterung.

Hat dein Arbeitgeber dir ein Dienstfahrrad zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn finanziert und auch zur privaten Nutzung überlassen, so ist die Nutzung bis zum Jahr 2021 steuerfrei. Achtung: aber nur, wenn es ein normales Fahrrad oder ein E-Bike ist, dass die Geschwindigkeit von bis zu 25 Kilometer pro Stunde nicht überschreitet. Andernfalls kann es als Kfz eingestuft werden. Dies hängt von der Motorstärke des E-Bikes ab. Erreicht es eine Geschwindigkeit über 25 Kilometer pro Stunde, gelten die gleichen Regeln wie für Elektro-Firmenwagen.

Meistens ist es so, dass erst ab einer bestimmten Gehaltsstufe der Arbeitgeber auch einen Dienstwagens gewährt. Er zahlt die Anschaffung sowie die Versicherung, Inspektionen, Reparaturen und den Sprit. Wird der Wagen nachweislich nur betrieblich genutzt, musst du als Arbeitnehmer steuerlich nichts weiter beachten. Sobald du aber das Fahrzeug auch privat fährst, musst du einen sogenannten „geldwerten Vorteil“ versteuern.

Seit Jahresbeginn 2019 gelten für privat genutzte E-Autos neue Regeln, die eine Steuererleichterung bewirken.

Du musst den geldwerten Vorteil zwar weiterhin beim Finanzamt angeben, die pauschale Berechnung wird aber nur noch mit 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises angesetzt, und nicht wie bisher üblich mit ein Prozent.

Diese Regelung gilt für E-Dienstfahrzeuge, die ab dem 1. Januar 2018 gekauft beziehungsweise geleast wurden und noch bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft werden. Bei älteren Fahrzeugen werden wie bisher die Kosten des Batteriesystems vom Listenpreis abgezogen.

Und so kommst du zu deinem Dienstfahrrad:

Ein Dienstfahrrad kann der Chef zusätzlich zum Gehalt zur Verfügung stellen oder im Rahmen einer Gehaltsumwandlung leasen. Dafür darfst du dir bei einem Fachhändler vor Ort ein normales Rad oder ein E-Bike selbst aussuchen. Zusammen mit dem Händler füllst du das Bestellformular aus und legst es deinem Arbeitgeber zur Unterschrift vor. Als Arbeitgeber least dein Chef das Rad, überlässt es dir in einem Nutzungsvertrag und zieht die monatliche Rate vom Bruttogehalt ab. Dadurch verringert sich das zu versteuernde Bruttogehalt und du zahlst über diesen Steuervorteil im Endeffekt weniger für das Rad.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

68 + = 71