Bewusster Konsum – 4 Dokus, die zu einem nachhaltigen Lebensstil inspirieren

Am 01. August 2018 hatte die Menschheit bereits alle natürlich verfügbaren Ressourcen für das Jahr aufgebraucht. In der aktuellen Zeit des materiellen Wohlstandes und Überflusses ist das eine Besorgnis erregende Nachricht. Doch immer mehr Menschen beginnen damit, ihre Gewohnheiten zu ändern und an die nachfolgenden Generationen zu denken – ganz nach dem Motto: reduce, reuse, recycle. Diese Dokus stärken das Bewusstsein für den eigenen Konsum und geben Impulse für ein nachhaltigeres Verhalten. Denn schon kleine Änderungen im Alltag können große Auswirkungen haben.

Mein Minimalismus – Konsumverweigerung als Lebensstil

Ausschnitte aus Videotagebüchern zeichnen ein umfassendes Bild des minimalistischen Lebensstils. Ganz nach dem Motto ‚weniger ist mehr‘ haben die hier Vorgestellten sich im Laufe ihres Lebens irgendwann gegen das von der Gesellschaft erwartete Verhalten entschieden. Sie leben in der Wildnis, besitzen insgesamt nur 58 Dinge oder verzichten komplett auf Plastik. Sie erzählen von einem Leben voller Güter, das sich trotzdem leer angefühlt hat und von den Schwierigkeiten die Gewohnheiten abzulegen. Entstanden ist eine persönliche Doku, die zum Abtauchen einlädt und die großen Fragen zur Verantwortung für das eigene Handeln und zur Reflexion aller Aspekte des Lebens stellt. Hier geht’s zum Video:

Länge: 42 Minuten

©dbate

Teilen statt kaufen

Durch die Digitalisierung und das Internet haben sich ganz neue Möglichkeiten des Zugangs zu Gütern oder Dienstleistungen entwickelt. Car-Sharing, geliehene Motorroller oder Fahrräder sind immer präsenter in den Städten. Und auch private Tauschbörsen nehmen zu, man leiht sich gegenseitig Werkzeug oder bietet die private Couch für fremde Besucher an. Dabei spielt das Vertrauen eine große Rolle, das in vielen Fällen durch ein Bewertungssystem gestützt wird. Doch die Gesetze hinken hinterher: Ausschließlich für Airbnb angebotene Wohnungen verschwinden vom Mietmarkt und verstärken den Wohnungsmangel in den Großstädten. Diese Doku beleuchtet die Sharing-Economy von allen Seiten und macht deutlich, an welchen Stellen noch etwas getan werden muss, damit wirklich alle vom Teilen profitieren. Hier geht’s zum Video:

Länge: 29 Minuten; BR Mediathek: Online bis 31.08.2020

©BR

Papier: Wunderstoff oder reif für die Tonne

Der Konsum von Hygienepapier, also Klopapier, Küchenrollen und Taschentüchern, nimmt in der westlichen Welt zu. Das hat zur Folge, dass Wälder, die entweder nicht geeignet sind für die Papierproduktion oder nicht schnell genug nachwachsen, mittels Kahlschlag gerodet werden und durch produktivere Baum-Plantagen ersetzt werden. Diese Eingriffe haben verheerende Folgen für die Natur, vor allem auch in Bezug auf die Treibhausgase. Diese Doku reist nach Schweden, wo viele der für die Papierproduktion benutzten Bäume herkommen, hakt nach, welche Siegel tatsächlich verlässlich sind, wie eine nachhaltige Bewirtschaftung aussehen sollte und stellt einen bisher noch unüblichen Rohstoff für die Papierproduktion vor. Hier geht’s zum Video:

Länge: 28 Minuten; BR Mediathek: Online bis 17.06.2021

©BR

Japan’s town with noch waste

Die Kleinstadt Kamikatsu in Japan führt bereits durch, wovon viele Umweltschützer träumen: Sie versucht, so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Mit einem komplexen Klassifikationssystem sollen alle Abfälle 45 verschiedenen Kategorien zugeordnet werden, um eine Wiederverwendung zu garantieren. Das Ziel ist es, bis 2020 den gesamten Müll zu recyceln, zu kompostieren oder wieder zu verwerten. Dieser sympathische Kurzclip zeigt, dass ein solches Vorhaben vor allem eine Sache der Einstellung ist. Vorbildlich! Hier geht’s zum Video:

Sprache: englisch; Länge: 29 Minuten

©Vimeo

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